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Wie funktioniert das Rohner-Konzept?

Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte von Mangelsituationen. Die Zeiten des Überflusses (Sommer/Herbst) mussten zur Reservebildung genutzt werden, um dann in Mangelsituationen (Winter) davon zehren zu können.

Unter diesem Aspekt stellt die Diabetes-2-Stoffwechsellage ein fürs Überleben hilfreiches und günstiges Selektionsergebnis dar.

Mit Hilfe des Glucosetoleranztestes sind wir ja in der Lage, diese Stoffwechsellage zu beurteilen.

Interessant ist für uns nicht primär der Anstieg der Blutzuckerwerte (vergleiche glykämischer Index), sondern die darauf folgenden relativen Hypoglykämien als Zeichen eines bestehenden Hyperinsulinismus, der zur verstärkten Reservebildung führt.

Da wir diese Veranlagung nicht ändern können, müssen Personen mit Gewichts-problemen die einfach strukturierten Kohlehydrate wie Stärke und Disacharide deutlich einschränken und nur noch komplex strukturierte KH zu sich nehmen.

Die spezifisch dynamische Wirkung der Proteine regt die Verbrennung und damit den Abbau von Fettdepots an. Deshalb bekommen sie im Rohner-Konzept einen hohen Stellenwert.

Aufgrund der seit Jahren gemachten Aussagen, dass die Fette ganz allgemein an sehr vielen Gewichtsproblemen schuld seien, vergisst die Bevölkerung, dass Fette, genauso wie die Proteine, Bausteine unseres Organismus darstellen.

Fette sind stoffwechselmässig neutral.

Sie regen weder – wie die KH – die Reservebildung an, noch – wie die Proteine – die Verbrennung.

Wir wirken deshalb in die Richtung, dass die „gesunden”, essentiellen Fettsäuren konsumiert und die teilweise nicht abbaubaren Transfettsäuren gemieden werden sollen.

Dank dieser Überlegungen können die verschiedenen Lebensmittel aufgrund ihrer biochemischen Struktur dann für die einzelne Person den verschiedenen Risikogruppen zugeteilt werden.

Dass sich verschiedenen Stoffwechselparameter (Cholesterin, Harnsäure) mit der von uns propagierten Ernährung signifikant verbessern, ersehen Sie aus den entsprechenden Statistiken.